Hundesteuer & Hundehaftpflicht in Berlin

Wenn du nach Berlin mit einem Hund umziehst oder in Berlin einen Hund anschaffst, musst du den Hund innerhalb von einem Monat nach Anschaffung oder Umzug bei der Stadt anmelden.

Die Hundesteuer in Berlin beträgt für den ersten Hund 120 Euro im Jahr und für den zweiten Hund 180 Euro im Jahr. Die Abbuchung erfolgt über ein SEPA-Lastschriftmandat und wird ein Monat nach der Anmeldung des Hundes anteilig fällig. Für den folgenden Erhebungszeitraum wird der Jahresbetrag für die Hundesteuer immer vierteljährig im März, Juni, September und Dezember vom Konto abgebucht.

Gut zu wissen: In Berlin besteht eine Hundehaftpflicht. Das bedeutet, dass du keinen Hund ohne einen entsprechenden Versicherungsnachweis anmelden kannst. Günstige Hundehaftpflichtversicherungen vergleichen.

Die Meldepflicht ist in diesem Fall unabhängig von der Nutzungs- oder Haltungsart deines Hundes. Du musst deinen Hund anmelden, auch wenn der Hund gewerblich genutzt oder von der Hundesteuer befreit wird (z.B. Blindenhund).

Diese Kosten fallen bei der Anmeldung eines Hundes in Berlin an:

  • Anmeldung – kostenlos
  • Anmeldung gefährlicher Hund – circa 30 Euro
  • Hundehaftpflichtversicherung (ab 49 Euro jährlich)
  • Hundesteuer 120 Euro für den ersten Hund (jährlich)
  • Hundesteuer 180 Euro für jeden weiteren Hund (jährlich)
  • Befreiung von der Leinepflicht (grüne Plakette) circa 52 Euro pro Hund

Hund anmelden in Berlin: Das Wichtigste zusammengefasst.

Hier haben wir für dich die wichtigsten Informationen über die Anmeldung und Haltung von Hunden in Berlin zusammengefasst:

Anmeldung

Der Hund muss innerhalb von einem Monat nach Anschaffung oder Umzug nach Berlin beim zuständigen Finanzamt persönlich oder schriftlich angemeldet werden.

Hundesteuer

Für den ersten Hund musst du 120 Euro pro Jahr Hundesteuer bezahlen, für jeden weiteren Hund – 180 Euro.

Hundehaftpflicht

In Berlin bist du verpflichtet, eine Hundehaftpflichtversicherung für deinen Hund abzuschließen.

Leinenpflicht

Alle Hunde, die ab dem 22.07.2016 gehalten werden, müssen in der Öffentlichkeit an der Leine geführt werden, wenn der Halter keine Sachkundebescheinigung („Hundeführerschein“) nachweisen kann.

Erkennungs-Chip

Jeder Hund muss ein fälschungssicheres Kennzeichen (Erkennungs-Chip) tragen. In der Öffentlichkeit muss der Hund auch eine Hundesteuermarke und Halsband oder Brustgeschirr mit dem Namen und der Anschrift des Halters tragen.

Hundeverbotszonen

In Berlin darfst du deinen Hund nicht auf Kinderspielplätze, gekennzeichnete Wiesen und öffentliche Badeplätze mitnehmen.

Listenhunde (gefährliche Hunde)

Gefährliche Hunde müssen beim Ordnungsamt mit zusätzlichen Unterlagen angemeldet werden. Für gefährliche Hunde ab dem 7. Lebensmonat gilt eine Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit.

Hund anmelden in Berlin: Darauf solltest du achten

Dringend notwendig ist eine Hundeversicherung. Anders geht keine Anmeldung in Berlin
Mit der Hundehaftpflichtversicherung kannst du einen Hund in Berlin anmelden. Alles was du über die Anmeldung wissen musst.

Wenn du nach Berlin mit einem Hund umziehst oder in Berlin einen Hund anschaffst, musst du den Hund innerhalb von einem Monat nach Anschaffung oder Umzug bei der Stadt anmelden.

Meldepflicht ist in diesem Fall unabhängig von der Nutzungs- oder Haltungsart deines Hundes. Du musst deinen Hund anmelden, auch wenn der Hund gewerblich genutzt wird oder von der Hundesteuer befreit wird (z.B. Blindenhund).

Du kannst die Anmeldung persönlich oder auch schriftlich (per Post, Fax oder E-Mail) bei deinem Finanzamt erledigen. Wenn dein Hund nicht als gefährlich eingestuft ist, ist die Anmeldung kostenfrei.



Nach der Bearbeitung bekommst du eine Hundesteuermarke. Wenn du deinen Hund persönlich angemeldet hast, bekommst du die Marke sofort. Ansonsten wird dir die Marke per Post innerhalb von 4 Wochen nach der Anmeldung zugeschickt. Diese Marke muss an deinem Hund beim Verlassen der Wohnung / des Grundstücks sichtbar befestigt sein. Ansonsten kann es auch zum Bußgeld kommen.

Hundehaftpflicht in Berlin: Verpflichtend bei der Anmeldung.

In Berlin bist du verpflichtet, eine Hundehaftpflichtversicherung für deinen Hund zu haben. Die Versicherung muss die vom Hund verursachten Sach- und Personenschaden von mindestens 1 Million Euro pro Versicherungsfall abdecken und eine maximale Selbstbeteiligung von 500 Euro pro Jahr haben.

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Hundesteuer in Berlin: Höhe & Ausnahmen

Mit der Anmeldung deines Hundes musst du auch Hundesteuer zahlen. Die Zahlung von Hundesteuer wird in Berlin durch das Hundesteuergesetz vom 10. Oktober 2001 geregelt. Hier haben wir für dich die wichtigsten Informationen zu Hundesteuer in Berlin zusammengefasst:

Wer muss die Hundesteuer in Berlin bezahlen?

Jeder, der einen Hund in seinem Haushalt aufgenommen hat, ist verpflichtet, diese Steuer zu bezahlen. Eine Befreiung von der Hundesteuer muss nach der Anmeldung gesondert beantragt werden.

Download: Antrag auf Befreiung von der Hundesteuer

Wie hoch ist die Hundesteuer in Berlin?

Hundesteuer in Berlin beträgt 120 Euro pro Jahr für den ersten Hund und 180 Euro für jeden weiteren Hund.

Wenn du den Hund mitten im Kalenderjahr angeschafft hast, wird die Steuer für dieses Jahr für volle und den angefangenen Kalendermonat anteilig berechnet. Ein Beispiel: Bei der Anmeldung eines Hundes zum 1. Juli eines Kalenderjahres sind für dieses Jahr 60 Euro fällig.

Welche Hunde sind von der Hundesteuer befreit?

Für diese Hunde muss in Berlin auf Antrag keine Hundesteuer bezahlt werden. Einen entsprechenden Antrag auf Hundesteuerbefreiung musst du nach der Anmeldung gesondert an die Stadt schicken.

Komplette Befreiung von der Hundesteuer:

  • Blindenhunde
  • Begleithunde für Gehörlose
  • Rettungshunde
  • Schutzhunde

Teilbefreiung von der Hundesteuer:

  • Hunde aus Tierheimen,
  • Tierasylen
  • oder ähnlichen Pflegeeinrichtungen

Wo muss ich die Hundesteuer bezahlen?

Die Hundesteuer wird vom Finanzamt in deinem zuständigen Gemeindeamt eingefordert. Du kannst bei der Anmeldung selbst entscheiden, wie du die Steuer zahlen willst. Wenn du dich für SEPA-Lastschriftverfahren entscheidest, wird die Steuer automatisch von deinem Konto vom Finanzamt abgebucht, du musst dich dann um nichts Weiteres kümmern. Du musst dabei aber im Kopf behalten, dass du ein neues SEPA-Lastschriftmandat erstellen musst, wenn du dein Konto wechselst. Wenn es für dich zu kompliziert ist, kannst du deinen Hund auch ohne Lastschriftmandat anmelden und deine Steuer per Überweisung zahlen, nachdem du Post vom Finanzamt bekommst.

Was passiert, wenn man die Hundesteuer nicht bezahlt?

Hundehalter, die einen Hund nicht anmelden und somit verschweigen, begehen zwar keine Steuerstraftat, aber eine Ordnungswidrigkeit. Das Ordnungsamt kann säumigen Hundebesitzer mit Nachzahlungen der Hundesteuer bis zu vier Jahre belegen. Auch Bußgeld ist möglich. Die Höhe der Geldbußen sind von Kommune zu Kommune unterschiedlich und können von 100 Euro bis 2.000 Euro reichen.

Hund anmelden in Berlin mit Hartz 4

So können Hartz 4 Empfänger die Hundesteuer umgehen.
Auch Hartz 4 Empfänger müssen den Hund in Berlin anmelden. Alles was du zur Hundesteuer und Hundehaftpflicht mit Hartz 4 wissen musst.

Hunde sind nicht nur Haustiere, sondern auch treue Begleiter in allen Lebenssituationen. Durch die tägliche Bewegung an der frischen Luft leben Hundebesitzer gesünder und sind deutlich kommunikativer. Hunde bringen sozusagen Bewegung in das Leben. Leider sind die treuen Haustiere auch teuer. Die Anschaffung, das tägliche Futter und Pflege bei Krankheit kann einiges kosten. Zusätzlich fällt auch noch die Hundesteuer und Hundehaftpflicht an. Nicht zu Unrecht fragen sich deswegen Hilfsbedürftige, ob die Hundesteuer bei Hartz 4 ermäßigt oder ganz erlassen wird. Gleiches gilt für die Hundehaftpflicht, die auch für Hartz 4 Empfänger in einigen Bundesländern Pflicht ist.

Hundehaftpflicht mit Hartz 4

In Berlin gilt die Hundehaftpflicht auch für Hartz 4 Empfänger. Im Sozialgesetzbuch werden keine zusätzlichen Ausgaben für Haustiere berücksichtigt. Willst du mit Hartz 4 einen Hund in Berlin halten, dann muss das notwendige Geld aus dem Hartz-4-Regelsatz angespart werden. Wir empfehlen deswegen für Hartz 4 Empfänger, eine besonders günstige Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen.

Vergleich: Günstige Hundehaftpflichtversicherung finden

Hundesteuer mit Hartz 4

In Berlin gilt die Hundesteuerpflicht auch für Hartz 4 Empfänger. Das Berliner Hundesteuergesetz sieht keine Vergünstigungen für Empfänger von Grundsicherungsleistungen oder Hartz 4 vor. Eine Ausnahme gibt es jedoch. Die Hundesteuer für Hartz 4 Empfänger kann erlassen werden, wenn andernfalls der Hundehalter in wirtschaftliche Bedrängnis gerät, ohne dass er selber dies zu verschulden hat.

Einen formlosen Antrag auf Befreiung von der Hundesteuer für Hartz 4 Empfänger musst du nach der Anmeldung deines Hundes gesondert beantragen.

Download: Antrag auf Befreiung von der Hundesteuer mit Hartz 4

Listenhunde in Berlin: Besonderheiten bei der Haltung eines gefährlichen Hundes.

Mit der Anschaffung eines Hundes, der in deinem Bundesland als gefährlich gilt, hast du als Hundehalter auch besondere Verpflichtungen. Diese Hunde darfst du nur unter bestimmten Voraussetzungen halten.

Seit 2016 gelten diese Rassen in Berlin als gefährlich, auch als Listenhunde bekannt:

  • Pit-Bull,
  • American Staffordshire Terrier,
  • Bullterrier
  • und deren Kreuzung untereinander oder mit anderen Rassen

Zusätzlich kann auch ein Hund einer anderen Rasse durch die Behörden als gefährlich eingestuft werden, wenn dieser Hund Menschen oder anderen Tiere gefährdet (z.B. durch Beißen, Anspringen).

Gefährliche Hunde können in Berlin nur gehalten werden, wenn diese nicht illegal nach Deutschland gebracht wurden und wenn sie keine Gefahr für die Umgebung darstellen (z.B. durch aggressives Verhalten).

Wenn du einen als gefährlich geltenden Hund anschaffen möchtest oder mit solchem Hund nach Berlin umziehen willst, musst du als Eigentümer oder dauerhafter Halter den Hund zusätzlich auch beim Ordnungsamt persönlich anmelden. Dein Hund muss bei der Anmeldung auch dabei sein.

Anmeldung eines Listenhundes in Berlin

Diese Unterlagen musst du zur Anmeldung eines gefährlichen Hundes beim Ordnungsamt mitbringen:

Personalausweis

Beachte, dass nur der Eigentümer / dauerhafter Halter einen gefährlichen Hund anmelden kann.

Sachkundenachweis

Als Halter eines gefährlichen Hundes musst du nachweisen, dass du die relevanten theoretischen Kenntnisse über die rechtlichen Bestimmungen und die Hundehaltung hast und auch praktisch in der Lage bist, deinen Hund so zu führen, dass von deinem Hund keine Gefahren für die Umgebung ausgehen. Diesen Nachweis bekommst du bei einem zugelassenen Sachverständigem in Berlin (z.B. Tierarzt). Diesen Nachweis kannst du auch nach der Anmeldung innerhalb von 8 Wochen nachreichen und du musst diesen als Hundehalter auch bezahlen.

Negativgutachten (Wesenstest)

Als Halter eines gefährlichen Hundes musst du auch nachweisen, dass dein Hund keine Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder eine ähnliche Eigenschaft gegenüber Menschen oder Tieren aufweist, die über das natürliche Maß hinausgeht. Dieser Nachweis ist erforderlich für alle gefährlichen Hunde, die älter als 15 Monate sind. Das Dokument bekommst du von einem Sachverständigen, z.B. einem qualifizierten Tierarzt.

Den Wesenstest kannst du innerhalb von 8 Wochen nach der Anmeldung nachreichen und du musst diesen als Hundehalter auch bezahlen. Wenn dein Hund bei der Anmeldung noch keine 15 Monate alt ist, musst du den Nachweis innerhalb von 4 Wochen nach dem Erreichen dieses Alters nachreichen.

Führungszeugnis

Mit einem Führungszeugnis musst du innerhalb von drei Wochen nach der Anmeldung nachweisen, dass du nicht vorbestraft bist. Dieses Zeugnis bekommst du bei deinem Bürgeramt für ab 13 Euro.

Nachweis einer Hundehaftpflichtversicherung

In Berlin bist du als Hundehalter verpflichtet, eine Hundehaftpflichtversicherung mit Deckung von mindestens 1 Million Euro pro Versicherungsfall und einem maximalen Eigenanteil von bis zu 500 Euro pro Jahr zu haben.

Antrag

Das Formular bekommst du von deinem Ordnungsamt.

Gebühren

Für die Anmeldung eines gefährlichen Hundes musst du ungefähr 30 Euro bezahlen. Ggf. kommen noch weitere Gebühren, zum Beispiel für Tierarzt, hinzu.

Checkliste: So meldest du deinen Hund in Berlin an

Checkliste: Einen Hund in Berlin anmelden.

  1. Anmeldung

    Die Anmeldung zur Hundesteuer ist innerhalb von einem Monat nach Aufnahme des Hundes oder Umzug nach Berlin Pflicht. Gegebenenfalls musst du noch ein Mikrochip bei deinem Hund einsetzen lassen.

  2. Haftpflichtversicherung abschließen

    Keine Hundeanmeldung in Berlin ohne Haftpflichtversicherung. Den Versicherungsnachweis musst du bei der Hundeanmeldung nachweisen können.

  3. Bezirksamt kontaktieren

    Ansprechpartner ist das zuständige Bezirksfinanzamt, Formulare sind online verfügbar.

  4. Anmeldung: verspätet oder vergessen.

    Bei ausbleibender Anmeldung drohen Bußgelder und die Nachzahlung über alle versäumten Beträge.

  5. Hundesteuer: Höhe

    Die Hundesteuer wird nach der ortsüblichen Hundesatzung vom Finanzamt berechnet und eingezogen.

  6. Hundesteuerbefreiung beantragen

    Für Blindenhunde, Begleithunde oder Rettungshunde kann eine Befreiung von der Hundesteuer formlos beantragt werden. Das ist erst nach deiner Anmeldung möglich.

  7. Abmeldung

    Du bist verpflichtet deinen Hund abzumelden. Eine Hundeabmeldung ist erforderlich, wenn der Hund gestorben ist, du umziehst oder den Hund weggegeben hast.

Gassi gehen in Berlin: Leinenpflicht und die besten Orte

Es ist für dich als Hundebesitzer sehr schön, mit deinem Hund an der frischen Luft spazieren zu gehen und deine Stadt jeden Tag etwas besser kennenzulernen. Wichtig dabei ist, dass auch die anderen Einwohner deiner Stadt dabei nicht gestört oder sogar gefährdet werden.

Leinenpflicht in Berlin: Darauf sollten Hundebesitzer achten.

Um das sicherzustellen, hat die Stadt Berlin ab dem 01.01.2019 allgemeine Leinenpflicht, auch als Leinenzwang bekannt, eingeführt. Das bedeutet, dass du beim Verlassen deiner Wohnung / deines Grundstücks an der Leine führen musst. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen aus dieser Regelung:

  • Hunde, die vor dem 22.07.2020 gehalten wurden (die sogenannten Bestandshunde) und durch den Halter geführt werden.
    Du bist nicht verpflichtet, in diesem Fall irgendwelche Nachweise mitzutragen. Es wird trotzdem empfohlen, ein Dokument / Kopie dabei zu haben, mit dem du im Zweifelsfall beweisen kannst, dass es sich um einen Bestandshund handelt. Es kann dein Steuerbescheid, Versicherungsnachweis o.ä. sein.
    Wichtig: Die Verpflichtung, Hundesteuermarke, Chip und auch Halsband mit Informationen zum Halter müssen trotzdem dabei sein.
  • Hunde, die von einer sachkundigen Person geführt werden.
    Wenn du zu einer bestimmten Gruppe der Personen gehörst (z.B. Tierarzt, Diensthundeführer), einen Hund in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre ohne Vorfälle gehalten hast oder eine Sachkundeprüfung („Hundeführerschein“) bestanden hast, kannst du deinen Hund ohne Leine führen.

Achtung: Du musst deine Sachkundebescheinigung immer dabei haben, wenn du deinen Hund in der Öffentlichkeit ohne Leine führen willst.
Die Bescheinigung bekommst du bei deinem Ordnungsamt bei Vorlage der entsprechenden Nachweise.

Wenn diese Ausnahmen für dich nicht relevant sind, musst du deinen Hund in der Öffentlichkeit an der Leine führen. Je nachdem, wo du mit deinem Hund unterwegs bist, muss die Leine unterschiedlich lang sein:

  • Max. 1 Meter lang in den Örtlichkeiten mit vielen Menschen und anderen Tieren, wie z.B. Mehrfamilienhäuser, Büros, Verwaltungsgebäude, Aufzüge, ÖPNV, Bahnhöfe und Haltestellen, belebte Einkaufsstraßen, Fußgängerzonen, Volksfeste, usw.
  • Max. 2 Meter lang in weniger belebten Örtlichkeiten wie z.B. öffentliche Erholungs- und Grünanlagen, Wälder, Sportplätze, Kleingärten, usw.

Wenn du deinen Hund unerlaubt ohne Leine in Berlin führst, kann ein Bußgeld von bis zu 150 Euro verhängt werden.

Gassi gehen in Berlin: Das sind die beliebtesten Orte für Hundebesitzer

Generell kannst du, solange du alle Regelt wie Leinenpflicht, Chippflicht, Versicherungspflicht, usw. beachtest und alle erforderlichen Nachweise dabei hast, fast überall in Berlin mit deinem Hund spazieren gehen. Dafür bietet die Stadt viele Parks und Waldgebiete.

Zu den beliebtesten Orten zum Gassi gehen in Berlin gehören z.B.:

  • Park um den Lietzensee (Charlottenburg)
  • Treptower Park (Treptow-Köpenick)
  • Rudolph-Wilde-Park (Schöneberg)
  • Volkspark (Wilmersdorf)

In bestimmten Örtlichkeiten kann dein Hund in den gekennzeichneten Hundeauslaufgebieten auch ohne Leine laufen, z.B.:

  • Hundespielplatz Schäfersee (Reinikendorf)
  • Hundeauslaufgebiet im Stadtpark (Spandau)
  • Hundeauslaufgebiet Frohnau (Frohnau)
  • Gekennzeichnete Fläche im Volkspark (Friedrichshain)
  • Hundeauslaufgebiet im Grunewald / Grunewaldsee (Charlottenburg)
  • Hundeauslaufgebiet Arkenberge / Blankenfelde (Pankow)
  • Hundeauslauffläche im Westpark am Gleisdreieck (Kreuzberg)
  • Görlitzer Park: Rondell zwischen Oppelner Straße und Liegnitzer Straße zwischen 6 und 10 Uhr (Kreuzberg)
  • Drei Hundeauslaufgebiete auf dem Tempelhofer Feld (Tempelhof)
  • Auslaufgebiet Kleiner Wannsee / Düppel (Steglitz-Zehlendorf)
  • Hundeauslaufgebiet Hakenfelde (Spandau)
  • Hundeauslaufgebiet Jungfernheide (Charlottenburg)
  • Hundeauslaufgebiet Kladow (Kladow)
  • Hundeauslaufgebiet Pichelswerder (Spandau)

Es gibt bestimmte Örtlichkeiten in Berlin, wo du deinen Hund nicht mitnehmen darfst. Zum Beispiel ist es verboten, deinen Hund auf Kinderspielplätze, gekennzeichnete Wiesen und öffentliche Badeplätze (Ausnahme Hundebadeplatz Grunewaldsee) mitzunehmen.

Für folgende Orte gilt in Berlin ein Hundeverbot:

  • Weberwiese
  • Traveplatz
  • Annemirl-Bauer-Platz
  • Grünparterre des Boxhagener Platzes
  • Wasserlauf im Volkspark Friedrichshain
  • Eingezäunter Bereich des Märchenbrunnens im Volkspark Friedrichshain
  • Freiluftkinobereich Bethanien
  • Naturerfahrungsraum an der Möckernstraße/Hallesche Straße

Tierheime in Berlin & Umgebung

In Berlin und Umgebung bieten mehrere Tierheime Schutz und ein nettes zu Hause für sehr viele Tiere unterschiedlichster Arten, von Hund bis zu Leguane. Hier haben wir die wichtigsten Informationen über Tierheime in Berlin und Umgebung gesammelt.

Tierschutzverein für Berlin (TVB)

In Berlin-Falkenberg findest du das größte Tierheim Europas. Auf der Gesamtfläche von mehr als 22 Fußballfeldern werden ständig mehr als 1.300 Tiere versorgt. In separaten Häusern werden Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel, Exoten versorgt. Es gibt auch ein Tierschutz-Bauernhof.

Hauptaufgabe des Vereins ist es, für alle Tiere durch aufmerksame Vermittlung ein sicheres und liebevolles Zuhause zu finden. Wenn du ein Tier, egal ob Kaninchen, Hund oder ein Hausschwein, aufnehmen möchtest, kannst du dich an den Verein wenden.

Wenn du keine Tiere bei dir zu Hause halten kannst, kannst du die notleidenden Tiere durch ein Geld-, Sach- oder Zeitspende unterstützen.

Zum Spendenaufruf: Tierschutzverein für Berlin

Durch den Verein werden Führungen organisiert. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gibt es hier viel zu lernen über die Haltung und Pflege von unterschiedlichsten Tieren. Auch spezielle Services wie Tierarzt und Tierfriedhof werden hier angeboten.

Wenn du beim Tierschutzverein persönlich vorbeischauen möchtest, haben wir für dich Informationen über die Anfahrt gesammelt:

Mit dem Auto: Adresse für Navi Hausvaterweg 39. 13057 Berlin. Am schnellsten kommst du zum Tierheim über die Ahrensfelder Chaussee oder die Falkenberger Chaussee

Mit Bus und Bahn:

  • Mit der S-Bahn 7 bis zum Ahrensfelde und anschließend mit dem Bus 197 in Richtung Falkenberg bis zur Haltestelle „Tierheim Berlin/Dorfstr.“
  • Mit der S-Bahn 75 bis zur Hohenschönhausen und anschließend mit Bus 197 in Richtung Mahlsdorf bis zur Haltestelle „Tierheim Berlin/Dorfstr.“
  • Vom Alexanderplatz gelangst du zum Tierheim auch mit der Straßenbahn M4 Richtung Falkenberg (bis zur Endhaltestelle) und danach nimmst du den Bus 197 in Richtung Mahlsdorf.

Öffnungszeiten:

Tierheim mittwochs bis sonntags, 13 – 16 Uhr,

Zentrale und Verwaltung montags bis freitags, 9 – 17 Uhr

Tierheim Falkensee

Im Tierheim Falkensee im gleichnamigen Falkensee (circa 25 Kilometer von der Berliner Innenstadt entfernt) kannst du ebenfalls gefundene und abgegebene Tiere als Pate oder Spender unterstützen oder für die dauerhafte Haltung vermittelt bekommen. Vor allem findest du hier Hunde, Katzen oder Nagetiere.

Wenn du dieses Tierheim persönlich besuchen und vielleicht mit einem Hund Gassi gehen möchtest, kannst du dein Besuch mit einem schönen Spaziergang zum Beispiel an der Falkenhagener See kombinieren. Auch eine Einkaufstour im nahegelegenen Havelpark nach deinem Besuch wäre eine schöne Option.

Bei der Anfahrt mit dem Auto „Dallgower Str. 104, 14612 Falkensee“ im Navi eingeben. Am schnellsten erreichst du das Tierheim über die B5 oder auf dem Seegefelder Weg und über die Straße der Einheit (von Berlin).

Falls du mit Bus und Bahn unterwegs bist, kannst du vom Bahnhof Falkensee (RB10, RB 14, RE2, RE6) den Bus 604 Richtung Potsdam bis zur Haltestelle Hentschelstraße nehmen.

Tierheim Ladeburg

Circa 30 km nordöstlich von Berliner Innenstadt in Bernau findest du das Tierheim Ladeburg. Der Verein bietet Schutz und Vermittlung für mehr als 50 Tiere, vor allem Hunde, Katzen und Kaninchen. 

Für Tiere, die kaum Vermittlungschancen bestehen, gibt es ein Gnadenhof mit der Gesamtfläche von mehr als 10 Hektar. Hier haben unterschiedlichste Tiere wie Kühe, Ziegen, Schafe, frei laufende Katzen, Tauben, usw. freien Auslauf. Zusätzlich werden von diesem Tierheim auch weitere Leistungen wie ein Tiertaxi, Tierarzt, Tierfriseursalon, Tierpension, Tierfriedhof angeboten.

Mit vorheriger Abstimmung mit dem Tierheim kannst du in der Umgebung mit einem Hund auch Gassi gehen.

Mit dem Auto erreichst du das Tierheim am besten über die A2, Adresse für das Navi ist die Biesenthaler Weg 23 in 16321 Bernau bei Berlin.

Mit Bus und Bahn fährst du bis zum Bahnhof Bernau (IC/ICE, RB 254, RB 60, RE3, RE 66, S2) und danach steigst du in den Bus 869 bis zur Haltestelle Ladeburg, Tierheim.

Lesenswertes

Häufig gestellte Fragen zur Hundesteuer & Hundehaftpflicht in Berlin:

Wie hoch ist die Hundesteuer in Berlin?

Für den ersten Hund musst du 120 Euro pro Jahr Hundesteuer bezahlen, für jeden weiteren Hund – 180 Euro.
Hundesteuer in Berlin: Antrag, Kosten & alle Informationen

Welche Versicherung braucht man für einen Hund?

In Berlin ist eine Hundehaftpflicht dringend vorgeschrieben. Bei der Anmeldung eines Hundes in Berlin ist die Hundehaftpflichtversicherung nachzuweisen. Eine Hundehaftpflicht kostet ab 5 Euro im Monat.
Hundehaftpflichtversicherung: Alle Informationen & Versicherungen vergleichen.

Was passiert, wenn man die Hundesteuer nicht bezahlt?

Hundehalter, die einen Hund nicht anmelden, begehen keine Steuerstraftat, aber eine Ordnungswidrigkeit. Es drohen Nachzahlungen von bis zu vier Jahre und Verwarnungsgeld oder sogar Bußgeld.
Hundesteuer & Hundehaftpflicht: Alle Informationen zur Anmeldung in Berlin

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