Was auf diesen Seiten steht
budenheld.de sammelt die Formulare, Musterbriefe und Regeln, die im Alltag rund ums Wohnen gebraucht werden: bei der Anmeldung nach einem Umzug, im laufenden Mietverhältnis, bei der Suche nach einer geförderten Wohnung und beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie.

Der Ausgangspunkt ist immer dieselbe Beobachtung. Die Regeln stehen fest, sie sind öffentlich, und sie sind trotzdem schwer zu finden. Eine Wohnungsgeberbestätigung muss innerhalb von zwei Wochen ausgestellt werden, das steht in § 19 des Bundesmeldegesetzes, aber nicht auf dem Formular. Eine Kaution darf drei Nettokaltmieten nicht übersteigen und ist in drei Raten zahlbar, das steht in § 551 BGB, aber selten im Mietvertrag. Wer das weiß, spart Wege, Geld und Streit. Wer es nicht weiß, unterschreibt etwas anderes.
Deshalb ist jede Seite hier so aufgebaut, dass zuerst die Regel kommt, dann die Frist, dann das Formular. Und dazu, wo es sinnvoll ist, eine Vorlage zum Herunterladen.
Woher die Angaben stammen
Grundlage sind die Gesetze selbst und die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen: das Bundesmeldegesetz für alles rund um die Anmeldung, das Bürgerliche Gesetzbuch für das Mietverhältnis, das Wohnraumförderungsgesetz und die Bekanntmachungen der Länder für die geförderten Wohnungen, das Einkommensteuergesetz für die Frage, wann ein Verkaufsgewinn steuerfrei bleibt.
Wo eine Zahl im Text steht (eine Einkommensgrenze, ein Steuersatz, eine Frist), stammt sie aus der jeweils gültigen Fassung der Vorschrift des Landes oder der Gemeinde. Bei den Ländergrenzen für den Wohnberechtigungsschein sind das sechzehn verschiedene Regelwerke mit sechzehn verschiedenen Beträgen; sie wurden einzeln nachgeschlagen und nicht voneinander abgeschrieben.
Was sich häufig ändert, steht als Zahl auf der Seite und trägt den Hinweis auf die Rechtsgrundlage. Was gleich bleibt, wird erklärt. Beides ist bewusst getrennt: Eine Erklärung veraltet langsamer als ein Betrag.
Wie die Vorlagen entstehen
Die Musterbriefe und Formulare sind hier selbst gesetzt, nicht irgendwo eingesammelt. Jede Vorlage gibt es als PDF zum Ausdrucken und als Word-Datei zum Bearbeiten, und jede folgt derselben Ordnung: oben, wofür sie da ist und welche Frist gilt, darunter die Felder, ganz unten der Hinweis auf die Vorschrift.
Die Vorlagen enthalten Platzhalter in eckigen Klammern: Datum, Betrag, Anschrift. Sie sind zum Ausfüllen gedacht und nicht zum Abschicken, wie sie sind. Ein Musterbrief, der ohne Anpassung verschickt wird, ist als Musterbrief erkennbar und wirkt entsprechend.
Wo eine Vorlage rechtlich heikel ist, steht der heikle Punkt im Text und nicht im Kleingedruckten. Bei der Mietminderung zum Beispiel ist das die Reihenfolge: Der Mangel muss unverzüglich angezeigt werden, sonst geht das Recht auf Minderung verloren, die Minderung selbst tritt dann kraft Gesetzes ein und nicht durch das Schreiben.
Wie die Seiten geordnet sind
Der Aufbau folgt dem, was tatsächlich nacheinander passiert, und nicht der Ordnung eines Gesetzbuchs. Wer umzieht, sucht zuerst eine Wohnung, bewirbt sich, unterschreibt, zieht um, meldet sich an und ändert danach die Adresse bei Bank, Versicherung und Kfz-Zulassung. Genau in dieser Reihenfolge stehen die Bereiche: Mieten, Umzug, Anmeldung, Adressänderung.
Daneben stehen zwei Bereiche, die nicht in diese Kette gehören, weil sie eigenen Regeln folgen: die geförderten Wohnungen mit dem Wohnberechtigungsschein und der Kauf oder Verkauf einer Immobilie. Beide sind von der Miete getrennt, weil dort andere Vorschriften und andere Fristen gelten.
Innerhalb eines Bereichs führt die Übersichtsseite in das Thema ein, und die Unterseiten behandeln je eine Frage vollständig, mit der Vorschrift, der Frist und, wo es sie gibt, der Vorlage. Am Ende jeder Seite stehen die Seiten, die als Nächstes gebraucht werden.
Warum manche Seiten nach Ländern getrennt sind
Ein Teil der Regeln ist bundesweit gleich, ein anderer nicht. Die Zwei-Wochen-Frist für die Anmeldung gilt überall; die Einkommensgrenze für den Wohnberechtigungsschein legt jedes Land selbst fest, und zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Land liegen mehrere tausend Euro im Jahr. Die Hundesteuer ist sogar Sache der einzelnen Gemeinde: Zwischen zwei Nachbarstädten kann sich der Satz verdoppeln.
Wo die Regel bundesweit gilt, gibt es eine Seite. Wo sie vom Land abhängt, gibt es sechzehn. Und wo sie von der Gemeinde abhängt, steht auf der Seite, wie der Satz zu finden ist, statt eine Zahl zu nennen, die nur für eine einzige Stadt stimmt.
Was diese Seiten nicht sind
Dieses Angebot ist redaktionell und nicht gewerblich. Es vermittelt keine Wohnungen, führt keine Angebote und nimmt keine Provisionen. Wer hier nach einer konkreten freien Wohnung sucht, ist auf einem Portal besser aufgehoben.
Und es ist keine Rechtsberatung. Die Seiten erklären allgemeine Regeln; sie können nicht wissen, was in einem bestimmten Mietvertrag steht, wie eine bestimmte Gemeinde ihre Satzung auslegt oder wie ein Gericht einen bestimmten Fall entscheiden würde. Wo es um Geld in nennenswerter Höhe geht oder um eine Kündigung, ist der Gang zu einem Mieterverein oder zu einer Anwältin die richtige Antwort, und keine Vorlage.
Auch die Vorlagen ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls. Sie decken den Regelfall ab, weil der Regelfall die große Mehrheit ist.
Bilder und Nachweise
Die Fotos auf diesen Seiten stammen aus Wikimedia Commons und stehen unter freien Lizenzen. Unter jedem Bild steht, wer es aufgenommen hat und unter welcher Lizenz es steht, bei den Lizenzen der CC-BY-Familie ist diese Nennung Pflicht und keine Höflichkeit.
Ausgewählt wurden Bilder, die zum Text der jeweiligen Seite passen: ein Rathaus dort, wo es um den Gang zum Amt geht, eine Wohnungsübergabe dort, wo es um die Übergabe geht. Ein Bild, das nur dekoriert, sagt nichts, und ein Bild, dessen Bildunterschrift etwas anderes behauptet als das Bild zeigt, ist schlimmer als keines.
Aktualität
Jede Seite trägt oben, wann sie zuletzt geprüft wurde. Geprüft heißt: Die genannten Vorschriften wurden gegen die geltende Fassung gehalten und die Beträge gegen die Veröffentlichung der zuständigen Stelle.
Fristen und Beträge ändern sich, Landesverordnungen werden neu gefasst, Gemeinden passen ihre Hebesätze an. Wo eine Angabe für eine Entscheidung mit Geldwirkung gebraucht wird, lohnt trotz aller Sorgfalt der Blick auf die Seite der Gemeinde oder des Landes, sie ist die Quelle, dieses Angebot ist die Erklärung dazu.
Hinweise auf veraltete oder falsche Angaben sind willkommen, schreib der Redaktion an [email protected]. Nachrichten werden in der Regel innerhalb weniger Werktage beantwortet.
Häufige Fragen
Wer steht hinter diesen Seiten?
Budenheld ist ein redaktionelles Angebot: Es erklärt Regeln und stellt Vorlagen bereit, vermittelt aber keine Wohnungen und berät nicht im Einzelfall. Die Redaktion ist per E-Mail an [email protected] erreichbar.
Ist das eine Rechtsberatung?
Nein. Die Seiten erklären allgemeine Regeln und nennen die jeweilige Vorschrift. Was in einem bestimmten Vertrag steht oder wie eine Gemeinde ihre Satzung auslegt, können sie nicht wissen.
Werden hier Wohnungen vermittelt?
Nein. Dieses Angebot führt keine Inserate, vermittelt nichts und nimmt keine Provisionen. Wer eine konkrete freie Wohnung sucht, ist auf einem Portal besser aufgehoben.
Wie aktuell sind die Angaben?
Jede Seite trägt oben, wann sie zuletzt geprüft wurde. Beträge und Fristen ändern sich; bei Entscheidungen mit Geldwirkung lohnt zusätzlich der Blick auf die Seite der Gemeinde oder des Landes.
Woher stammen die Fotos?
Aus Wikimedia Commons, unter freien Lizenzen. Unter jedem Bild stehen Urheber und Lizenz, bei der CC-BY-Familie ist diese Nennung Pflicht.